Artist | Monika Linhard (*1957)

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    • Monika Linhard

      Ein Ganzes wird geteilt1996
    • Monika Linhard

      Monika Linhard, Objekte und Plastiken1993

Strömungen

Strömungen

Luftbewegungen sind gleichermaßen essentiell für den Deutschen Wetterdienst und die dortigen Wettervorhersagen wie auch für die künstlerische Arbeit von Monika Linhard. Bei ihr aber werden der Mensch und seine Bewegung durch den Raum zum ebenfalls essentiellen Bestandteil. Die Arbeit „Sonnenabdecker“ etwa besteht aus mehreren metallenen Wohnraumjalousien, die sich wie ein Flügel an der Ausstellungswand ausbreiten. Ihre silberfarbenen Lamellen fangen nicht nur das Licht ein und reflektieren es, sondern geraten durch den Luftzug des Vorübergehenden in Schwingung. Seiner ursprünglichen Funktion enthoben, mutiert der „Sonnenabdecker“ zum ‚Sonnenanzieher’. Für die Ausstellung beim Deutschen Wetterdienst in Offenbach am Main hat Monika Linhard die Räume in einen poetischen Jahreszeitenparcours verwandelt. Wenn die gerade beschriebene Arbeit den leichten Hauch eines Sommerwindes assoziiert, so erinnern die ausgeschnittenen Blätter der Arbeit „Jahreszeiten“ an herabfallendes Herbstlaub. Entnommen wurden die Blätter den Mustern von industriell gefertigten und etwas antiquiert wirkenden Wolldecken, auch sie nun durch die hinein geschnittenen Löcher ihrer ursprünglichen Funktion enthoben, strömungsdurchlässig geworden. Im Sinne des von Monika Linhard häufig angewendeten Positiv-Negativ-Verfahrens werden die zum Bildgrund gewordenen Decken und die nun körperhaften Deckenteile gleichermaßen Teil der Installation, so, als könnten sich die Teile wieder zu einem Ganzen zusammenfügen. Erinnerung und Versprechen, aber auch Aufbruch und Emanzipation der Formen, wird durch die Arbeit verkörpert. Zwei Winterbilder, ein Paar: „Neuschnee“, auch hier wieder positiv-negativ, vorher und nachher. Die mit hohem Neuschnee bedeckte Treppe, deren Stufen lediglich an der seitlichen Wange erkenntlich sind, ist auf dem zweiten Bild vom Schnee befreit, aber durch eine angefügte gleichgroße ‚Schwestertreppe’ aus Schnee erweitert. Reale Dingform und Kunstform verschmelzen ineinander, die serielle Form wird artifiziell verwandelt und dadurch erst in unser Bewusstsein gerückt. Nie geht es der Künstlerin um die große Geste. Vielmehr zeichnen sich die Arbeiten von Monika Linhard, wie gesehen, durcheinen ephemeren, durch einen flüchtigen Charakter aus. Auch der Treppe aus Neuschnee dürfte keine lange Lebensdauer beschieden gewesen sein. Vielleicht aber hatten wir das Glück, sie zu sehen, dann hat sich ihr Bild in unser Gedächtnis eingegraben. Monika Linhard interessiert das Serielle, die Gleichförmigkeit, das industrielle „All over“, dem sie mit ihrer Kunst Leben einhaucht, das sie buchstäblich mit Luft und Leben füllt. So geschehen auch bei einer weiteren installativen Arbeiten, die beim DWD als mehrteilige Fotoarbeit eigenständigen Wert gewinnt. So befestigte die Künstlerin für ein Projekt in der Gropiusstadt in Berlin rote Hemdchentüten in alle Himmelsrichtungen an den Geländern eines der Hochhäuser. Es entstand die Arbeit„Windfänger“, bei der sich die banalen Wegwerf-produkte mit Luft und Leben füllten und dabei sogar das Sonnenlicht einfingen und reflektierten. Mit denkbar einfachsten Mitteln verhalf Monika Linhard dem Wegwerfprodukt der Tüte zu einer Persönlichkeit. Das Rascheln der Tüten tat dabei ein Übriges, auch der starren Moderne der Gropiusstadt für einen kurzen Moment einen poetischen Resonanzraum abzuringen. Einen Windhauch lang. Christian Kaufmann, Frankfurt 2012

„... über den Tellerrand hinausblicken“

„... über den Tellerrand hinausblicken“

Wenn man die Aufgabe übernommen hat, Monika Linhards Werk vorzustellen, dann wird die subjektive Position als Betrachter/in und Rezipient/in genauso einfließen wie die Denkanstösse der Künstlerin, die sie in klare Worte zu fassen vermag. Uns eröffnet sich eine gestaltete Dingwelt des Alltags, aus bekannten und vor der Verarbeitung oft nur in ihrer Funktion wahrgenommenen Materialien. Wir erkennen uns, unsere Gedanken und Erinnerungen, wir rufen unsere Kämpfe mit den Funktionalitätsmängeln der Dinge ins Gedächtnis, ein geistesabwesendes Nachfahren der Muster einer Wolldecke mit dem Finger. Der an sich zu Beginn fremde Kunstgegenstand birgt unendlich viel Vertrautheit, die trotz der sichtbaren Bearbeitung fühlbar bleibt. Das ist der erste Schritt der Aneignung; zumal das menschliche Auge dazu neigt, zuerst das Bekannte im Unbekannten entdecken zu wollen. Materialmetamorphosen Ein Bildhauer hat viele Möglichkeiten, seine Idee in eine Form zu bringen: Er kann in Gips und Ton modellieren, in Bronze gießen, in Stein und – wie Monika Linhard es gelernt hat – in Holz schlagen. Das klassische Materialangebot hat sich im Laufe des 20. Jahrhunderts vergrößert. Heute nutzt man verschiedene Kunststoffe, zudem – seit Marcel Duchamp – vorgefundene, industriell hergestellte Dinge. Es gibt so viele neue, aufregende Materialien, die unseren Alltag vereinfachen, strukturieren, sichern, und die oftmals, wenn man genau hinschaut, von außergewöhnlicher Schönheit sind. Das zeigen uns die Künstler, die immer wieder das Neue im Alltäglichen entdecken und in ihre Werke einbauen oder es als Basis nutzen. Vielleicht war es die reizvolle haptische Textur des Holzes, welche in der Künstlerin diesen besonderen Sinn für Materialstruktur und deren Möglichkeiten der Modifikation geweckt hat. Betrachtet man ihr Gesamtwerk, so erfährt man viel über die sinnlich-ertastbare Qualität der Dingwelt. Materialästhetik Die Klarheit der Ausführung und der erkennbare bildhauerische Blick auf Raumwirkung erinnert an die Minimal Art. Monika Linhard nennt den Namen eines Künstlers, der sie eine Weile beeindruckt habe: Der amerikanische Bildhauer Joel Shapiro, der in reduzierter Formensprache auch Alltagsgegenstände in Miniatur in seine Arbeiten einbaute. Linhards frühe Werke wie „Raum mit Steg“ von 1991 oder die „Schneetreppe“ aus dem gleichen Jahr verweisen auf ein intensives Erforschen von Raum, Räumlichkeit, Form und Material, um es mit den Begriffen der Minimal Art-Künstler Robert Morris und Carl Andre zu sagen, von „Presence and Place“. Doch auch in ihren aktuellen Arbeiten spürt man diesen Sinn für die autonome Kraft des Materials, entdeckt die Ästhetik der Reduktion und erfährt fast physisch die räumliche Präsenz der Arbeiten, sieht Gestapeltes, Geordnetes. Es gibt wohl auch keinen Gegenstand, der so fremd inmitten der Natur wirkt, wie die Plastiktüte. Hier ist sie Synonym für Abfall, für menschliche Unachtsamkeit. In der Installation „Windbeutel“ (2003) mahnt die Künstlerin diesen Punkt an, zum anderen verweist sie aber auch auf die Einwirkung der Natur, die sich hier kraftvoll und unberechenbar zeigt. Die sehr dünnen und leichten weißen Beutel wurden an Absperrungsgittern befestigt, so dass der Wind mit Ihnen spielen, sie aufblähen und wieder zusammenfallen lassen konnte. Archivierung und Demontage Heute sind Künstler zumeist Jäger, Sammler oder Feldforscher. Monika Linhard vereint alle diese Aspekte in ihrem Künstlerdasein. Sie bewahrt sich eine kindliche Neugier auf das Unbekannte, will ergründen, verstehen. Sie zerlegt, ordnet, legt aus, archiviert. In der Serie der „zerlegten Objekte“, demontiert sie zuerst mechanische Gegenstände. Die nun gewonnenen Objektteile werden geordnet, auf ein Blatt Papier gelegt und mit der Rohrfeder jeweils derart umfahren, dass sich Überschneidungen ergeben. Bewusst verwendet sie hier eine möglichst authentische Zeichenweise und nutzt dazu eine der ältesten Techniken der Zeichnung, die man bereits im Altertum kannte. Typisch ist dabei der unregelmäßig breite Strich, der das Kunstwollen zurücknimmt. Die über- und ineinander gezeichneten Formen ergeben ein Labyrinth, das unser Auge herausfordert. Ein demontiertes Fahrrad ist auf diese Weise noch zu erkennen, ein Kastenschloss nicht mehr. Diese Arbeitsweise hat eine Autorin einmal treffend „chirurgisch“ . genannt. Dahinter steht die Frage nach der Form, die sich bedingt aus Funktion und Formgefüge. Und umgekehrt. Mehrdimensionalität Monika Linhards Werk geht über die Betrachtung der reinen Materialität weit hinaus. Immer fügt sie das Leben mit ein. Ihr Blick auf die Welt ist ein mehrdimensionaler, besser gesagt: ein skulpturaler. Indem sie gestaltet, den Dingen ein neues Aussehen gibt, fügt sie persönliche, menschliche, soziale und globale Komponenten mit ein. Zum Beispiel entstand die Serie „Remittenden“ durch das Ausschneiden der dem jeweiligen Zeitungslayout zugrunde liegenden Raster, die gelegt, dabei geknickt und dann wie Blüten gepresst wurden. Remittenden sind die nicht verkauften Exemplare einer Tageszeitung, die der Verlag im Falle des Nichtverkaufs zurücknimmt. Monika Linhard wählte die Mantelseiten von sieben Tageszeitungen aus sieben verschiedenen Ländern aus. Sie unterscheiden sich in Satzspiegel und Layout und ergeben in mancher fremden Sprache – zudem noch gefaltet – kaum noch verständliche Bruchstücke. Die Fremdheit des Erscheinungsbildes wird somit in einer weiteren Stufe verstärkt durch die Überlagerung der nach dem Zerschneiden übrig gebliebenen Raster, den „Meta-Remittenden“, wie eine quasi skulpturale „Zensur“ durch die Künstlerin. Kunst als Wissenschaft Das Neuordnen, Sortieren, Auslegen, Arrangieren sind Vorgänge, welche Zeit und Raum benötigen. Monika Linhard arbeitet in längeren Entwicklungsgängen. Nach einer eingehenden, fast möchte man sagen, wissenschaftlichen Objektanalyse, beginnt sie zu verändern und zu bearbeiten. Da Material nie für sich steht, sondern ein Speicher von Ideen ist, kann es auch nie funktionslos sein. Oftmals beginnt hier die umfassende Sehweise der Künstlerin, die ein Motiv von vielen Seiten zu lesen versteht, dabei der Eindimensionalität und Einseitigkeit eine klare Absage erteilt. Wie eine Naturwissenschaftlerin baut sie Objektreihen wie Versuchsanordnungen, arbeitet in Serien, verändert die (Raum-) Bedingungen, indem sie die Werke unter immer anderen Bedingungen ausstellt. Das sind oft jahrelange Prozesse. Doch neben dieser analytischen Seite offenbart sich ihr Kunstwollen als sinnlicher Akt mit Freude an Form, Material und Farbe. © Isa Bickmann, Frankfurt/Offenbach a. M. gekürzte Fassung Quellen: J.-C. Ammann, Das Gesetz der Zelle. Stephan Wolfram, Alighiero Boetti und die Intuition, in: Kunstzeitung, Nr. 71, Juli 2002, S. 2. Petra Bail, Künstlerin mit dem Blick einer Chirurgin. Monika Linhard mit „Näher und Weiter“ im Bahnwärterhaus“, in: Esslinger Zeitung, 16.12.1996, S. 9.

Florida

Florida

Für die Künstlerin Monika Linhard umgreift die Dingwelt tendenziell alle Gegenstände, die der Selbstrepräsentation und der Selbstdarstellung von individuellem oder gesellschaftlichem Geschmack dienen. Oder anders gesagt: Monika Linhard legt in ihren Skulpturen und Objektinstallationen den alltäglichen Wahnsinn unserer materialistischen Gesellschaft frei. Ihre Geste ist das Analysieren, Ausfiltern, Teilen und Isolieren von Gegenständen des täglichen Gebrauchs. Diese Dinge werden in einem nächsten Schritt als skurriles Inventar oder auch wissenschaftlich klassifizierte Präparate vor dem Betrachter ausgebreitet. In der Ausstellung greift die Künstlerin mit ihrer Installation „Florida“ in den beiden Fluren und dem Treppenhaus den Gedanken der Teilung unter einem weiteren Aspekt auf. Hier spielen die Zellteilung und die unkontrollierte Vermehrung der Dinge eine große Rolle. Mich interessiert hier auch insbesondere die absurde Verkehrung von Innen und Außen: In dem von seiner Funktion her öffentlichsten Bereich des Hauses organisiert sie Dinge, die wir mit der intimen Situation eines Badezimmers verbinden. Sie hat die gelben Schwämme so abgeschnürt, daß sie uns an organische Formen erinnern. Zugleich legt deren Präsentation auf Seifenschalen die vorstellungsmäßige Anknüpfung an Begriffe nahe wie hysterische Hygienekampagnen oder die giftige Omnipotenz der Warenwelt. In den beiden oberen Räumen schließlich hat Monika Linhard drei Arbeiten zusammengeführt, bei welchen sie in der Art naturwissenschaftlicher Artenbestimmung florale oder abstrakte Ornamentik aus altmodischen Wolldecken herauspräpariert. Wenn diese Objekte nur zerschnittene Wolldecken wären, bräuchten wir weder über sie nachzudenken noch uns zu unterhalten. Sie sind aber zugleich weniger und mehr als das. Weniger, weil es sich funktional betrachtet um unbrauchbar gemachte Decken handelt, ¬fällig für die endgültige Entsorgung. Mehr, weil das Freilegen der Ornamentik als ursprüngliche Naturform und dessen Neuordnung zu Gebilden, den Betrachter hinübernimmt in ein Assoziationsfeld von Kreislauf als Bedingung intakten und authentischen Le-bensvollzugs und der Fähigkeit des poetischen Blicks, den im Kontext des kapitalistischen Nützlichkeitsdenkens totgesagten Dingen neues Leben abzugewinnen. Dr. Renate Damsch-Wiehager, Esslingen 6.12.1996

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Katalog 'Europas Mäntel'

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Zur Ästhetik der Werkstoffe bei Monika Linhard (dt. Fassung)

Zur Ästhetik der Werkstoffe bei Monika Linhard (dt. Fassung)

Sofort ist der Werkstoff, die Jalousielamelle, als solche erkennbar. Doch die silberfarbenen Elemente aus Aluminium wurden von der Künstlerin der ursprünglichen Funktion als Sicht- und Sonnenschutz entbunden und neu angeordnet. Dabei übernimmt sie zwei wichtige Merkmale des Ausgangsmaterials: das Serielle, indem sie die parallele und teilweise überlappende Reihung der Lamellen beibehält, und die Fähigkeit der Lamellen, etwas sichtbar oder unsichtbar zu machen. Monika Linhard interessiert sich für die Form und für die ästhetischen Eigenschaften der Alltagsdinge. Diese setzt sie in ein Verhältnis zum umgebenden Raum. Sie spielt mit den auf das Material einwirkenden Kräften, die oft sehr zarter Natur sind, wie Wärme oder ein durch die Anwesenheit einer sich bewegenden Person ausgelöster Lufthauch. Auch Fön oder Ventilator kommen gelegentlich zum Einsatz. Die Künstlerin untersucht vertraute Stoffe, wie z. B. die sogenannten Hemdchentüten, und veranschaulicht das Ergebnis ihrer Forschung, indem sie deren Verhalten unter dem Einfluss von Luft, Licht und Wärme ausstellt. Die entdeckten physikalischen Qualitäten ihres Materials nutzt sie, um völlig neue Objekterlebnisse anzubieten. Hatten wir die Hemdchentüte bislang am Marktstand als Transportmittel erhalten und zuhause vielleicht noch einmal zur Aufbewahrung oder Entsorgung von Dingen genutzt, stehen wir nun vor einem völlig anderen Kontext: Ein mit grünem Licht angefüllter Raum birgt im Mittelpunkt jene Tüten, die mit der Öffnung nach unten auf Blickhöhe hängen. Mit grünen Filtern versehene Scheinwerfer produzieren nicht nur farbiges Licht, sondern auch Wärme, welche die Tütchen aufbläht und sie zart bewegend knistern lässt. Mit der Arbeit „Windbeutel“, erstmals 2009 in Wiesbaden installiert, schuf Linhard einen physisch erlebbaren Raum voller Magie aus Licht, Farbe, Wärme, Luftbewegung und Geräusch. Die Objektkünstlerin versucht stets, einen ganzheitlichen Zugang zum Gegenstand zu eröffnen. So geschieht dies auch bei den „Blinds“ (Jalousielamellen). Seit den frühen neunziger Jahren arbeitet sie mit diesem Material, zuerst noch in Kunststoffvarianten („Loses Geflecht“, 1994), später dann sind sie aus Aluminium. Die gestaffelten oder geknickten und frei in den Raum ragenden Lamellen reagieren auf den Betrachter, auf die Luftbewegungen, die er auslöst, wie feine Seismographen. Das Aluminium reproduziert einfallendes Licht, und manchmal hört man auch leise Geräusche. Nie funktionieren sie in der monumentalen Ganzheit, wie sie die koreanische Künstlerin Haegue Yang anwendet: in der Orchestrierung motorisierter Jalousien auf der dOCUMENTA (13) oder bei der Einrichtung eines Waldes aus 171 Jalousien im Münchener Haus der Kunst (2012). Während Yang gesellschaftliche Aspekte sowie das Thema Privatheit/Öffentlichkeit einbindet, widmet sich Linhard vorrangig der ästhetischen Qualität des Materials. Sie geht dem Ding an sich auf den Grund, entkernt, nimmt es auseinander, damit es sich aktiv mitteilt, über seine Präsenz und den von ihm besetzten Raum kommuniziert. Dr. Isa Bickmannn, 2016

On the aesthetics of material in Monika Linhard’s work

On the aesthetics of material in Monika Linhard’s work

Immediately the material—the blind slat—is recognisable as such. But the artist discharged the silver coloured aluminium elements from their former function as sight and sun protection and arranged them in a new way. In doing so, she sticks with two important characteristics of the starting material: the serial aspect, in keeping the parallel and partially overlapping sequence of the slats, and their ability to cover and uncover objects. Monika Linhard is interested in the form and the aesthetic qualities of everyday items. She brings them in relation to their surrounding space. She plays with the forces affecting the material, which mostly are of a delicate nature, like heat or air turbulences caused by the presence of a visitor. A hair dryer or fan is used occasionally. The artist examines familiar things, for example plastic bags, and illustrates the results of her research by exhibiting their behaviour under the influence of air, light and heat. She uses the physical qualities discovered to offer completely new object experiences. So far we received plastic bags on the market as a means of transport and maybe used them at home again to store or dispose of things—now we are faced with an entirely new context: A room filled with green light holds in its centre said bags, hanging upside down on eye level. Headlights with green filters not only produce coloured light, but also warmth, which inflates the bags and lets them crackle while moving gently. With “Windbeutel”, first installed in Wiesbaden in 2009, Linhard built a physically perceptible room filled with magic created by light, colour, heat, air movement and sound. The object artist constantly tries to provide a holistic access to the matter. So it happens with “Blinds”, too. She has worked with the material since the early nineties, initially with a plastic variation (“Loses Geflecht”, 1994), later with the aluminium version. The staggered or folded slats freely protruding into space react to the viewer, to the air movement he causes, like a seismograph. The aluminium reproduces the incoming light and sometimes soft sounds can be heard. The blinds never function as a monumental whole, like the Korean artist Haegue Yang applies it: orchestrating motorised blinds at the dOCUMENTA (13) or setting up a forest made from 171 blinds at the Haus der Kunst, Munich (2012). While Yang integrates social aspects and topics like privacy/publicity, Linhard focuses on the aesthetic qualities of the material. She gets to the bottom of things; she guts and dismantles them, so that they can communicate actively regarding their presence and the place they occupy. It brings the principles of Minimal Art to mind, especially the present’s experience of object and spectator in a shared space. By Isa Bickmann, 2016

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