Artist | Eberhard Fiebig (*1930)

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    • Eberhard Fiebig

      Gordon1972

Biography

Biography

Geboren 1930, trat ich nach einem wechselvollen Leben als Holzfäller, Chemielaborant, Drucker, Publizist und Fotograf 1959 zum ersten Mal mit Skulpturen hervor.
1960 verlasse ich das Labor und wende mich gezielt der Bildhauerkunst und dem Studium der Philosophie bei Adorno, Horkheimer, Habermas und Liebrucks zu.
In den folgenden Jahren entwickele ich eine Reihe von unterschiedlichen Skulpturentypen: Faltungen, pneumatische und Tensegrity-Konstruktionen, Perforationen, Spaliere und Skulpturen aus Breitflanschträgern.
1967 unternehme ich, in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Rechenzentrum in Darmstadt, meine ersten Versuche auf dem Gebiet rechnergestützter Operationen.
Mit Beginn der 70er Jahre trete ich auch als Publizist und Fotograf an die Öffentlichkeit und bin darüber hinaus als Maler und Graphiker tätig.
1974 werde ich als Professor an die Universität nach Kassel berufen und gründe 1986, zusammen mit Dorothea Wickel und Paul Bliese, das Atelier "art engineering".

Artistic development and commissions (selection)

Artistic development and commissions (selection)

1947 Erste Skulpturen entstehen, Fiebig ist in verschiedenen Arbeitsbereichen tätig
(1949 - 60 als Chemielaborant)
1957 Eröffnet mit seiner Frau die Galerie Renate Boukes, Wiesbaden (unter anderen Rainer, Fruhtrunk, Antes, Grieshaber, Geiger, Pfahler, Lenk). Gründung der Künstlergruppe "die taucher"
1959 Erste Stahlskulptur
1960 15m lange Kupferskulptur für die Trauerhalle, Bürgel
1961 Neuer Skulpturentypus aus beschichteten, miteinander axial verschraubten Elementen.
Erste "tensegrity" Konstruktionen, alle zugbeanspruchenden Teile der Skulptur werden durch Seile ersetzt.
Pneumatische Skulpturen. Gestaltet ein modulares Spielplatzelement, Wiesbaden
1963 Gefaltete Säulen aus Stahlblech.
Studium der Philosophie und Soziologie unter anderen bei Theodor Wiesengrund Adorno und Max Horkheimer
1964 Baubeginn des Pavillons für die Helene-Lange-Schule, Hoechst
Entwicklung einer Nomenklatur für die Transformation ebener Figuren (Faltungen)
1967 Auftrag des Hessischen Rundfunks für begehbare Skulptur aus 22 gefalteten Stahlblechen.
Auftrag Gestaltung Messestand der Farbwerke, Hoechst für Kunststoffmesse Düsseldorf.
Auftrag für Empfangshalle der Philipp-Holzmann AG, Frankfurt am Main.
Rechnergestützte Weiterentwicklung der Transformation ebener Figuren.
Entwickelt neues Verfahren der Transformation ebener Figuren (Perforation)
1979 Pavillon aus gefalteten Stahlblechen, Bundesgartenschau.
Experimente mit Fotogrammen
1973 Gründung der "produktionsgruppe design" mit Erik Spiekermann
1974 Professur Universität Kassel
1979 Konstruktionen aus Latten
1981 Erste geschmiedete Skulpturen / Blei / Tuschmalereien
1990 "Hermäon" kinematische Skulptur für Siemens

Architekturbezogene Skulpturen in: Konstanjevica (Jugoslawien), Frankfurt/Main, Koblenz, Kassel, Melsungen, Gelsenkirchen, Wiesbaden, Saarbrücken, Bonn, Münster, Mannheim.

Exhibitions (selection)

Exhibitions (selection)

Zahlreiche Einzelausstellungen in Galerien und Museen.
Unter anderen: Wuppertal, Landesmuseum Darmstadt, Museum Ulm, Karl Ernst Osthaus-Museum Hagen, Kunsthalle Mannheim.
1996 große Retrospektive im Germanischen Nationalmuseum, Nürnberg, der documenta-Halle Kassel und der Galerie am Fischmarkt in Erfurt.

About the work (deutsch)

About the work (deutsch)

NUR SCULPTUR IST SCULPTUR! ALLES ANDERE IST ALLES ANDERE... (Fiebig)

Sein blaues "Tor des Irdischen Friedens", eine 100 Tonnen schwere Stahl-Konstruktion, bildet das Portal der Universität Kassel. In Frankfurt ragen gefaltete Stahl-Elementen als zwölf Meter hohe Säule "Modulor" in den Himmel. Städte und Landschaften im In- und Ausland hat Fiebig mit seiner Kunst verändert.


Fiebig hat es sich nie leicht gemacht. Immer hat er gekämpft, gestritten, sich und anderen viel abverlangt. Von Anfang an war er unangepasst und streitbar, er wollte formen, gestalten, verändern. 1959 trat er zum ersten Mal mit Skulpturen her- vor. Schon die frühen Werk lassen Grundprinzipien der Arbeitsweise erkennen, denen im späteren Werk Fiebigs immer wieder zu begegnen ist: Neben der Auseinandersetzung mit dem Material, das ihn inspiriert und herausfordert, ist ihm der Bezug der Skulptur zu ihrer Umgebung wichtig.


Schon 1962 entwickelt Fiebig ein besonderes Interesse an geometrischen Formen. Angeregt durch den amerikanischen Architekten Buckminster Fuller entwirft Fiebig "Tensegrity"-Konstruktionen und so genannte pneumatische Skulpturen. Diese Arbeiten verraten Eigenständigkeit. Der Durchbruch aber gelingt Fiebig 1964. Mit der Faltung rechteckiger Stahl- bleche erzielt er die Transformation ebener Figuren. Zwar hatten sich Bauhaus-Künstler schon in den 20er Jahren und Hermann Glöckner in den 30er Jahren in Faltungen aus Stahlblech versucht, aber die Systematisierung dieses Prinzips zu räumlichen Systemen ist erst Fiebig zu verdanken. Er hat eine Vielzahl von Tranformationsmodellen entwickelt, und er hat den bildnerischen Vorgang transparent und nachvollziehbar gemacht. Mit den Faltungen hat Fiebig seinen Weg als Bildhauer gefunden. Und er hat sein Material entdeckt: den Stahl. In der Folge entstehen auch Werke aus gekrümmten Blechen, die Fiebig "Perforationen" nennt. 1984 entdeckt Fiebig den Peiner - so das Fachwort für den aus einem Stück gewalzten Stahlträger - und erkennt "augenblicklich die Möglichkeiten der Entwicklung signifikanter Skulpturen, deren Charakteristik präzis und unverkennbar mit diesem Profil verbunden sind". In der Akzeptanz des funktional-industriell geformten Materials findet Fiebig ein neues ästhetisches Bezugssystem. Seine Grundformen sind Knoten, Tore, Säulen, die er immer wieder neu und nachvollziehbar variiert.


1986 gründet Fiebig, zusammen mit Dorothea Wickel und Paul Bliese, das Atelier "art engineering".


Fiebig ist nicht nur Bildhauer, Maler und Grafiker. Er schreibt, fotografiert, publiziert. Seit 1974 ist er Professor an der Universität in Kassel.

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Venues by type
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